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RNZ Heidelberg vom 28.04.14 - Leimen: So etwas gibt es selten

RNZ -Heidelberg vom 18.03.2014 - Reise ins Land der aufgehenden Sonne



Reise ins Land der aufgehenden Sonne
„Kirschblüte und Regenpfeifer“ begeisterten: Besucher in der Mauritiuskirche
 

Leimen. (agdo) „Einstmals, vor langer Zeit...“ - so etwa fangen viele Märchen an. Die Besucher in der Mauritiuskirche kamen in einen besonders seltenen Genuss der Märchenwelt: In der ungewöhnlichen Veranstaltung „Kirschblüte und Regenpfeifer - Musik und Märchen aus Japan“ -verwoben Inge Geier ./und Gustl Riemensperger vom „Walldorfer Forum 84“ sowie die Flötistin Ute Schleich japanische Märchen mit alten japanischen Volksmelodien.

Die Mischung aus Rezitation und Musik, aus gesprochenem Wor£ Und fernöstlichen Blockflötenklängen Entführte die Besucher kurzweilig in „das Land der aufgehenden Sonne“. Den Titel der Veranstaltung erklärte Ute Schleich: „Der Regenpfeifer ist ein kleiner Vogel, der in Japan sehr häufig vorkommt.“ Dort sei das Lied der Regenpfeifer „Chidori no kyoku“ sehr bekannt. Die Kirschblüte sei in Japan eine Art fünfte Jahreszeit und beginne am Anfang des Frühlings. Außerdem war die Kirschblüte zur Zeit der Samurai ein Symbol des Ritterstandes.

„Humor und feine Ironie, aber auch tiefe Ernsthaftigkeit zeichnen diese Märchen aus“, ergänzte Gustl Riemensperger. Die Märchen zeigen nicht nur Situationen aus dem alten Mönchsleben, sondern vermitteln sowohl die damaligen als auch die aktuellen Wertvorstellungen der japanischen Kultur. Vier Märchen hatte das Ensemble ausgesucht. Rezitiert wurden „Das Glöckchen“, „Die Mandarin-Ente von Aso“, „Die Flöte im See“ und die Geschichte „Der Katze liebste Maus“.

Letzteres brachte die Zuhörer durchweg zum Schmunzeln: In „Die Mandarin-Ente von Aso“ zeichne sich ein wichtiger Grundsatz im Buddhismus ab:

Nämlich kein Lebewesen zu töten, so Inge Geier. Mit einer sonoren Stimme rezitierte sie die traurige Geschichte von zwei kleinen japanischen Mandarin-Enten. Passend zum Märchen spielte Ute Schleich auf der Blockflöte das Lied der Regenpfeifer und das Wiegenlied „Itzuki no komori Uta“. Die Blockflöte diente dabei nur als „Überset-

zung“ der eigentlichen japanischen Bambusflöte Shakuhachi. Perfekt hörten sich die musikalischen Stücke an.

Ruhige und melancholische Klänge entführten die Besucher gedanklich an einen kleinen japanischen See, auf dem beim sanften Wind die Mandarin-Enten schwammen. Interessant war auch das pfiffig gespielte Lied „Hanägasa Odori“, das als „Blumenhut-Tanz“ in Japan bekannt ist. Die hohen Töne und rasanten Rhythmen begeisterten die Zuhörer. An sechs verschiedenen Blockflöten bekam das Publikum einen äußerst authentischen musikalischen und auch literarischen Einblick in die Kultur Japans.

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Windkanal Rezension "Kirschblüte und Regenpfeifer" 03.2011