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HNA- Kassel vom 5. Oktober 2016


Hören und sehen- Musik und Tanz beim Minimal Music Festival

VO GE PE KASSEL. Ein langweiliges Instrument für Anfänger. So lautet ein Vorurteil über die Blockflöte. Virtuosen im Bereich der Barockmusik wie Dorothee Oberlinger haben es längst publikumswirksam widerlegt. Am Sonntagabend gab es eine weitere Facette zu entdecken: Die vorzügliche Blockflötistin Ute Schleich aus Leimen bei Heidelberg gastierte beim Internationalen Minimal Music Festival in der Adventskirche.
Mit sensiblem Spiel ließ sie eine musikalische Welt entstehen, die in ihrer Reduktion meditativ wirkte, durch ihre Logik aber auch ein aktives Zuhören forderte. Neben Stücken der Minimal-Ikonen Phil Glass und Michael Nyman erklang faszinierende Musik des Belgiers Frans Geysen und des Niederländers Karel van Steenhoven.
Als besonders avancierte Beiträge gab es die Kompositionen „Images“und „Mural“von Festivalleiter Ulli Götte. In den exotisch anmutenden „Images“gesellten sich zur Blockflöte Klangschalen und Gongs – gespielt von Martina Luna Pracht, die auch in einer Improvisation geheimnisvolle Schwingungen in die von Lichtdesigner Henrik Forberg stimmungsvoll ausgeleuchtete Kirche schickte.
Hingucker des Abends war der Butoh-Tänzer Alexander Peschko, der das Konzert zum spartenübergreifenden Erlebnis machte. Butoh, oft als „Tanz der Finsternis“übersetzt, ist der moderne japanische Ausdruckstanz. Eine ganz spezielle, auf ihre Weise starke Ästhetik war es, als der Tänzer glatzköpfig und blass geschminkt asketische Bewegungen darbot.
Zuletzt hörten die kräftig applaudierenden Gäste ein besonderes Kunststück, denn in Louis Andriessens Stück „Ende“spielte Ute Schleich zwei Blockflöten gleichzeitig.
 
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