Blockflöten- und Querflöten-Unterricht

Freude am Musizieren, leichtes und vergnügliches Lernen in angenehmer
Atmosphäre, Begreifen von musikalischen Zusammenhängen, Kammermusik…
all dies können Sie in meinem Blockflöten- oder Querflöten -Unterricht genießen.

Mit viel Erfahrung, Können, Wissen, Fingerspitzengefühl und Vergnügen
unterrichte ich Kinder und Erwachsene, Anfänger/innen, Fortgeschrittene
und Wieder- Einsteiger/innen.

Sowohl mit der Arbeit „an der Basis“ als auch mit dem Unterricht auf „Hochschulebene“ bin ich vertraut.
Meine Erfahrungen als Atemtherapeutin können bei Bedarf und Akzeptanz
in den Unterricht einfließen, ermöglichen eine unverkrampfte Haltung,
einen schönen Ton und ein zwangloses, freies Lernen und Spielen.
Sie können zwischen Einzel- und Gruppenunterricht wählen.


„Ich bin eine Kugel“

Atem- und Körpererfahrung im Unterricht



„Ich bin eine Kugel“


„Ich bin eine Kugel“  sagte Anna, 14 Jahre alt, auf meine Frage, wie sie sich denn nun anfühle - nachdem wir in unserer Unterrichtsstunde Atem- und Bewegungsübungen ausgeführt  hatten.
Anna hat Querflötenunterricht und braucht zum Flöte spielen Atem. Sie hat schon gemerkt, dass das manchmal besser, manchmal schlechter klappt. Manchmal klingt ihr Ton wie Sandpapier, manchmal gefällt er ihr auch gut.
Irgendwann fing Annas Lehrerin an, ihr Übungen vorzuschlagen, über die sie sich etwas wunderte. Denn das waren Übungen, die sich wie leichte Gymnastik anfühlten. Die machten Spaß, aber was soll das im Unterricht, so fragte sie sich. Sie sollte die Übungen immer ein paar Male hinter einander ausführen und dann genau hinspüren. Was sie jetzt spürt, wurde sie gefragt. Ob sie ihre Füße auf dem Boden wahrnehmen kann. Konnte sie nicht – ganz merkwürdig kam ihr das vor. In weiteren Unterrichtsstunden wurden Anna immer wieder Übungen angeboten – z.B. sich dehnen und strecken wie eine Katze, oder ihre Arme um ihren Körper schwingen lassen. Die „Würmchenübung“, bei der Anna sitzt, dabei einen Fuß wie ein Würmchen nach vorne robbt und ihn dann, ganz am Boden schleifend, zurückzieht – ein weiteres Beispiel. Nachdem sie sich darauf einlassen konnte, fühlte sie sich richtig wohl dabei. Nach einiger Zeit konnte sie ihre Füße gut am Boden spüren, nach einer weiteren Weile sogar dann, wenn sie Querflöte spielte. Sie bemerkte, dass der Kontakt ihrer Füße zum Boden ihren Ton positiv veränderte. Etwas später fühlte sie ihren Atem im unteren Bauch – ohne dass sie das Gefühl hatte, das sei doch so schwer und sie könne das sowieso nicht.
Manchmal merkte Anna, dass sie nach einigem Üben viel ruhiger war und sich besser konzentrieren konnte. Langsam entwickelte sich die Wahrnehmung  für ihren Rücken, ihr Rumpf wurde allmählich ein ganzer Raum, den sie von innen und von außen empfinden konnte  – dazwischen bemerkte sie ihre Körperwände. Am Ende dieser Entwicklung stand dann dieses „Ich bin eine Kugel“. Sie fühlte sich rund, von ihrem Atem ausgefüllt. Sie bemerkte ein Oben und Unten, ihre Vorder- und Rückseite. Ihre Füße waren fest am Boden verankert, ihre Haltung  aufgerichtet  - selbst mit Querflöte. Ihr Flötenton? Weit, klar und frei, getragen von ihrem Atem, der sich im ganzen Körper ausdehnen konnte.  Nicht nur ihr Flöten konnte davon viel gewinnen, auch sie selber fühlte sich gut damit.

  Lars, 11 Jahre alt, fühlte sich oft verspannt , seine Schultern und sein Rücken schmerzten, außerdem musste er bei Stress, den er oft empfand, immer an seinen Nägeln knabbern. Er kam zusätzlich zu seinem Blockflötenunterricht in die Einzelstunde mit „Atem- und Körpererfahrung“. Dort legte er sich bekleidet auf eine Liege, machte es sich bequem -  er freute sich immer auf diese Zeit.  Ich strich seinen Rücken aus, ließ öfter meine Hände auf seinem Rücken oder seinem Bauch liegen, lockerte seine Gelenke – und fragte ihn immer wieder, was er denn fühle, ob es ihm angenehm sei, ob er seinen Atem wahrnehmen könne. Er bemerkte anfangs nicht sehr viel, spürte aber gerne nach und fand das spannend. Im Laufe einiger Behandlungen begann auch er sein Körpergefühl auszuweiten, sein Atem eroberte sich Raum und  löste sich.  Schließlich konnte er sitzen, ohne dass ihm der Rücken weh tat und  er wurde insgesamt etwas selbstsicherer.